Reviews
CD Besprechungen
Brand New Eyes
Eigentlich erwarte ich am Samstagmorgen keinen Besuch. Deswegen mache ich auch eigentlich wirklich ungern die Türe auf. Immerhin ist Samstag und wenigstens da will ich mal meine Ruhe haben. Weil der Unermüdliche aber mehrfach den Klingelknopf drückte, bin ich davon ausgegangen, dass es was wichtiges sein müsste. War es auch: Mein Briefkasten war voll und daher kein Platz mehr ein nettes kleines Päckchen… Zum Glück habe ich doch aufgemacht und das Päckchen somit in Empfang genommen, denn es hat sich wahrlich gelohnt.
Drin war das neue Album von Paramore "Brand New Eyes". Und so habe ich den Samstagmorgen dann mit einem schönen Kaffee und dem Hören der neuen Paramore CD verbracht. Und ja, ich war wirklich sehr sehr angenehm überrascht. Nicht, dass Paramore zuvor schlechte Musik gemacht hätten, bei weitem nicht…aber auf dem neuen Album übertrifft sich die Band aus Franklin, Tennessee selber... Weiterlesen.
Fan-Review: MySpace-Secret-Show, München, 01.09.2009
Der Wecker klingelte pünktlich um drei Uhr in aller Frühe. Chris (-chRis-) und Daniel (rock_hero) machten sich innerhalb einer guten Stunde fertig für den folgenden Tag und Abend. Wie geplant fuhren sie gegen vier Uhr in Richtung bayrische Landeshauptstadt los. Um die vorherrschende Müdigkeit zu besiegen wurden einige unzählige Red Bull Dosen geöffnet, was allerdings dank der Aufregung und Vorfreude eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Nach einem kurzen Zwischenstopp in einem Münchner Fast-Food Lokal, begaben sich die beiden Fans in Richtung Ampere Club. Vor ihnen lagen mindestens 13 Stunden Anstehen und Ausharren, bevor es dann zum Abrocken im Club mit Paramore kommen würde. Die Vorraussetzungen waren wie dafür geschaffen. Angenehme Temperaturen und Sonne in München. Vor dem Club warteten schon eine Handvoll Leute zu denen sich unsere beiden Fans gesellten... Weiterlesen.
Brand New Eyes
Es ist im ersten Moment ein wenig abschreckend, dass bereits eine so junge Band wie Paramore einen Major-Deal hat, durch "Twilight"-Soundtracks und Guitar Hero-Beiträge ordentlich gepusht wird, für ihren neuen Silberling noch Hilfe von Rob Cavallo (Green Day) bekommt, demnächst aber wohl was mit Timbaland machen wird, und eben nicht die typische Frischlingsband ist, was sie mit einer gerade mal 21-jährigen Sängerin eigentlich noch sein müssten.
Gleichzeitig sind solche Gedanken natürlich Murks. Denn nicht nur, dass Paramore seit sieben Jahren nun schon Musik machen und ihr Hit ("Decode") auch noch okay ist, warum soll man es der Band nicht auch gönnen? Wenn sie die Chance haben, durchzustarten - sollen sie es doch tun! Man muss ihr ja nicht folgen. Denn mal ehrlich jetzt, Paramore sind gut und nett... Weiterlesen.
Brand New Eyes
Der Hype um die Twilight-Verfilmung hat wohl keiner Band so sehr genützt, wie den alternativen Punkrockern aus Tennessee. Der Song "Decode", mit dem die Band auf dem Soundtrack zum ersten Film vertreten war, hat es somit auch gleich wieder als Bonus auf das dritte Studiowerk geschafft. Wäre ja auch schade, wenn dieser Wahnsinnssong in Vergessenheit geriete. Es waren die Brüder Josh und Zac Farro, die sich vor sieben Jahren mit der extravaganten Frontfrau Hayley Williams zusammen taten und drei Jahre später das Debüt "All We Know Is Falling" auf die Indie-Gemeinde losließen. Bands mit starker Frau an der Spitze gibt es inzwischen wie Sand am Meer – und doch haben Hayleys ausdrucksstarke Vocals etwas von einem Alleinstellungsmerkmal. Vergleiche mit Avril Lavigne werden zwar aufgrund des Auftretens gern genommen, werden aber ihrer fulminanten Stimme nicht gerecht. Vor allem in den ruhigen Tracks "The Only Exception" und "Misguided Ghosts" wird ihre wahre Klasse am Mikro deutlich und sie erzeugt stets aufs Neue eine Gänsehaut. Weiterlesen.
Brand New Eyes
Die Erwartungen sind hoch: Das US-Platin-Album 2Riot!" von 2007 sowie die hochgradig erfolgreiche Single "Decode" vom "Twilight"-Soundtrack aus 2008 im Rücken, halten Paramore aus Nashville nun ihr drittes Studioalbum bereit. Nicht, dass die Band mit dem erhöhten Druck nicht umgehen könnte –– Frontfrau Hayley Williams erklärte erst jüngst nach der Support-Tour für No Doubt in den USA, dass sie Vergleiche mit der Band gern annähme und sich bereit fühle, die Welt zu erobern.
Trotzdem kann man wohl die Wahl des Produzenten durchaus als Vergewisserung werten, mit dem Nachfolger zum Durchbruch-Album "Riot!" alles richtig zu machen. Und das sollte mit Rob Cavallo in der Tat funktionieren, schließlich legte der Produzent in der Vergangenheit bereits erfolgreich Händchen an die Alben solch wohlklingender Namen wie Green Day, My Chemical Romance und Kid Rock.
Dass dies auf "brand new eyes" in der Tat gelingt, ist somit natürlich auf Rob Cavallo´s Fähigkeiten zurückzuführen, die traditionell starken Hooklines der Band noch eingängiger zu gestalten, die extrem guten Melodien noch zwingender klingen zu lassen und die unbändige Energie noch gezielter zu kanalisieren. Es ist aber auch ganz klar auf einen weiteren Faktor zurückzuführen, den Faktor Hayley Williams nämlich. Denn wie die hübsche Sängerin auf dem Album in jedem Song ihr Herz öffnet, als seien Seiten ihres Tagebuches abgedruckt, beeindruckt gleich in Serie. Weiterlesen.
Riot!
Man kann sich darüber freuen, dass Jugendliche Instrumente spielen und dazu selbst geschriebene Texte singen. Man kann sich aber auch von dem um sie veranstalteten PR-Zirkus ärgern lassen.
So glatt gestylt wie ein Babypopo kommt da eine amerikanische, vielleicht gerade so College-Punk-Band daher. Drei Jungs und ein Mädchen, "noch um einiges süßer als Avril Lavigne" (PR-Text), der jüngste 17, der älteste 22, die ebenso jungen willigen europäischen Zuhörern für die Industrie das Taschengeld aus entreißen sollen. Ebenso makellos produziert ist das musikalische Antlitz der Band.
Da haben wir zum Beispiel gleich den Einstiegstrack "For A Pessimistic I'm Pretty Optimistic". Ein Gitarrenriff rauscht perfekt produziert rasant heran, Sängerin Hayley Williams' Stimme wirkt wie eine perfekte Transplantation Avril Lavignes in einen etwas wütenderen Skater-Punk-Kontext. Dennoch lässt sich am Gesang nichts bemängeln.
Eine hübsche Melodie mildert die stürmenden und drängenden Gitarren und macht den Song gut hörbar auch für den erst beginnenden Bravo-Leser. "That's What You Get" ist insgesamt etwas sanfter, als kleine Verschnaufpause in der insgesamt perfekten Song-Zusamenstellung des Albums. Die Strophe macht gerade noch Halt vor allzu poppigen Gebieten, was dem jungen Ohr aber bestimmt nicht missfällt. Perfekte Stakkato-Gitarren in einer Bridge, die sich stolz bekennen zu ihrer Herkunft aus den Reglern von Papa Produzent. Weiterlesen.
Riot!
Paramore? Paramore! Das waren doch die mit diesem einen catchy Song, den ich vor zwei Jahren auf dem Take Action Sampler gehört hatte. Auf Repeat, versteht sich. Bands mit Frauen am Gesang sind aus unerfindlichen Gründen nie mein Ding gewesen - bis Paramore sich ihren Weg in meinen CD-Player gebahnt haben. Offensichtlich stehe ich mit dieser Meinung nicht alleine da, denn immerhin buchte man die Combo aus Tennessee im letzten Jahr gleich mal für Rock Am Ring/Rock Im Park. In den USA wird die Band natürlich schon etwas länger gefeiert und spielte dort bereits drei Mal in Folge die Vans Warped Tour.
Selbst in England wurden sie vom Kerrang! Magazine zur 'Best New Band' gewählt und Frontfrau Haylay Williams erhielt Silber in der Kategorie 'Sexiest Female'. Und in diesem Jahr waren sie sogar für einen Grammy nominiert! Man kann sich also nicht beklagen im Camp Paramore. Nun wird das Album 'Riot!' nochmal veröffentlicht. (Sogar in einer Special Edition mit DVD!)
Mit 'For A Pessimist I'm Pretty Optimistic' beginnt eine Reise durch schöne Melodien, zahlreiche Mitsingnummern und große Hits. Schon bei diesem Track wünscht man sich, dass die Platte niemals zu Ende sein wird. Die relativ junge Band rockt sich mit einer Energie durch die Stücke, die man bei anderen Bands oftmals vermisst. Stimmlich rangiert die 18-Jährige Haylay ganz weit oben. Ich habe lange niemanden gehört, dessen Stimme so wandelbar ist und sich trotz Wiedererkennungsfaktor bei jedem Song so anders anhören kann. Ich erinnere mich an zahlreiche Vergleiche mit Avril Lavigne. Hier muss aber gesagt werden, dass die kleine Powerfrau aus dem Jack Daniel's Bundesstaat im Gegensatz zu ihrer 'Konkurrentin' aus Kanada wirklich singen kann und man ihr den Inhalt der Songs ohne mit der Wimper zu zucken abnimmt. Weiterlesen.
